„Kommen denn die Krampfadern wieder?“ werde ich fast täglich in der Praxis von meinen Patienten gefragt, wenn ich eine Behandlung abschliesse. „Leider“, antworte ich dann, denn bei einem Venenleiden handelt es sich immer um ein chronisches Leiden, bei dem immer wieder neue Krampfadern auftreten können.

Eine Operation (Lasereingriff oder Verödung) verbessert die Situation für einige Zeit, neue Krampfadern kommen aber fast immer wieder bei einer entsprechenden genetischen Disposition. Um weitere Eingriffe zu verhindern, gibt es leider kein Mittel bis auf regelmässige Kontrollen. Auf diese Weise können neue Krampfadern schon zu Beginn ihrer Entstehung mit Hilfe des Ultraschalls festgestellt werden, solange sie noch klein sind. In diesem Frühstadium reicht dann die Verklebung durch die Schaumverödung aus, um sie „auszuschalten“. Ein solches Vorgehen ist die einzige effiziente Behandlungsstrategie, mit der weitere Venenoperationen in der Zukunft vermieden werden können. Wir geben unseren Patienten einen „MFK (MotorfahrzeugKontrolle)“ Stempel und bieten sie je nach Bindegewebe nach einigen Wochen, Monaten oder meistens Jahren auf. Alle Patienten, die sich an dieses Programm halten, mussten keinerlei weiteren Operationseingriff durchführen lassen.
Quelle: Eigenes Archiv